Neue Vorschriften für fluorierte Gase (F-Gase) ab 2025: Was bedeutet das für die Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik?

Neue Vorschriften für fluorierte Gase (F-Gase) ab 2025: Was bedeutet das für die Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik?

Ab Januar 2025 treten in Deutschland und der gesamten EU neue Vorschriften für fluorierte Treibhausgase (F-Gase) in Kraft. Diese Änderungen sind Teil der schrittweisen Reduzierung der klimaschädlichen Gase, die bisher in der Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik verwendet wurden. Ziel ist es, den Umstieg auf umweltfreundlichere Alternativen zu beschleunigen und so die CO₂-Emissionen erheblich zu senken. Doch was genau bedeutet das für Hersteller, Installateure und Verbraucher? In diesem Beitrag erklären wir die neuen Regelungen, ihre Auswirkungen und mögliche Alternativen.

Was sind F-Gase und warum sind sie problematisch?

Fluorierte Treibhausgase (F-Gase) sind chemische Verbindungen, die vor allem in Kälteanlagen, Klimaanlagen und Wärmepumpen als Kältemittel eingesetzt werden. Der Nachteil: Diese Gase haben ein extrem hohes Global Warming Potential (GWP) und tragen erheblich zur Erderwärmung bei.

Beispiele für gängige F-Gase und deren GWP-Werte:

  • R-410A: GWP 2.088

  • R-134a: GWP 1.430

  • R-404A: GWP 3.922

Zum Vergleich: CO₂ hat einen GWP-Wert von 1. Das zeigt, wie stark sich F-Gase auf das Klima auswirken können.

Die neuen F-Gas-Vorschriften 2025: Was ändert sich?

Die EU-weite F-Gas-Verordnung (EU 517/2014) wird 2025 weiter verschärft. Die wichtigsten Änderungen sind:

Verbot von Kältemitteln mit hohem GWP-Wert

  • Ab 2025 dürfen Kältemittel mit einem GWP über 2.500 in neuen Anlagen nicht mehr verwendet werden.

  • Betroffen sind unter anderem R-404A und R-507A.

  • In Wartung & Reparatur ist der Einsatz recycelter oder wiederaufbereiteter F-Gase begrenzt.

Reduktion der F-Gas-Quoten

  • Die erlaubte Menge an F-Gasen, die in Umlauf gebracht werden darf, wird schrittweise bis 2030 um 95 % gesenkt.

  • Hersteller müssen ihre Produktion und den Vertrieb anpassen.

Förderung klimafreundlicher Alternativen

  • Natürliche Kältemittel wie CO₂ (R-744), Ammoniak (R-717) und Propan (R-290) werden als zukunftssichere Alternativen gefördert.

Auswirkungen der F-Gas-Verordnung auf verschiedene Branchen

Für Unternehmen & Hersteller

  • Entwicklung neuer, zukunftssicherer Kälte- & Klimasysteme ohne F-Gase.

  • Umstellung der Produktion auf natürliche Kältemittel.

  • Schulung von Mitarbeitern für den Umgang mit neuen Technologien.

Für Installateure & Handwerker

  • Anpassung an neue Sicherheitsvorschriften für brennbare Kältemittel (z. B. Propan R-290).

  • Weiterbildung zu neuen Kältemitteln und deren Anwendung.

  • Nachfrage nach F-Gas-freien Lösungen steigt – neue Geschäftsmöglichkeiten!

Für Verbraucher

  • Langfristig günstigere Betriebskosten, da natürliche Kältemittel effizienter sind.

  • Bestehende Systeme mit hohen GWP-Werten müssen möglicherweise ersetzt werden.

  • Wärmepumpen und Klimaanlagen mit klimafreundlichen Kältemitteln werden staatlich gefördert.

Alternativen zu F-Gasen: Die Zukunft der Kältetechnik

Da die neuen Vorschriften strengere Beschränkungen für F-Gase vorsehen, setzen Hersteller verstärkt auf umweltfreundliche Alternativen:

CO₂ (R-744)

  • GWP-Wert = 1

  • Sicher & nicht brennbar

  • Besonders für Supermärkte & Industriekälte geeignet

Propan (R-290)

  • GWP-Wert = 3

  • Hohe Energieeffizienz, aber brennbar

  • Ideal für Wärmepumpen & Haushaltsklimageräte

Ammoniak (R-717)

  • GWP-Wert = 0

  • Sehr energieeffizient, aber nur für industrielle Anwendungen

Wasser als Kältemittel

  • Keine Emissionen, aber technisch noch nicht ausgereift


Fazit: Was Unternehmen & Verbraucher jetzt tun sollten

Die neuen F-Gas-Vorschriften bedeuten einen Umbruch für die gesamte Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche. Hersteller, Installateure und Verbraucher sollten sich frühzeitig auf die Änderungen vorbereiten:

Unternehmen: In neue Technologien investieren & auf umweltfreundliche Kältemittel umsteigen. ✅ Handwerker & Installateure: Weiterbildungen besuchen, um die neuen Vorschriften umzusetzen. ✅ Verbraucher: Beim Neukauf auf F-Gas-freie Systeme setzen & Förderungen nutzen.

Tipp: Wärmepumpen & Klimaanlagen mit Propan (R-290) oder CO₂ (R-744) sind zukunftssicher und oft effizienter als F-Gas-Systeme!


Mit den neuen F-Gas-Vorschriften ab 2025 wird der Umstieg auf klimafreundliche Technologien weiter forciert. Wer jetzt handelt, kann langfristig Kosten sparen & die Umwelt schonen! 🌱💨